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Wie Rory McIlroy das Masters gewann (und was deine Golfrunde davon lernen kann)

23. Oktober 2026

Es gibt Golfrunden, nach denen man den Schläger am liebsten in den Teich werfen würde. Und es gibt die Finalrunde von Rory McIlroy beim Masters 2025, in der er genau das mit seinem Ball gemacht hat und trotzdem mit dem grünen Jackett nach Hause gegangen ist.

Elf Jahre Anlauf

Zur Einordnung: McIlroy hatte seit 2014 kein Major mehr gewonnen. Drei der vier großen Turniere standen längst in seiner Sammlung, nur das Masters fehlte noch zum Career Grand Slam. Jedes Jahr im April fuhr er nach Augusta, und jedes Jahr fuhr er ohne Jackett wieder heim. Wer schon mal zehn Jahre lang beim Vereins-Sommerfest Zweiter geworden ist, kennt das Gefühl ungefähr, nur mit weniger Fernsehkameras.

Ein Sonntag zum Haareraufen

Mit zwei Schlägen Vorsprung ging McIlroy in die Finalrunde. Nach zwei Löchern war der weg: Doppelbogey gleich an der Eins, und Bryson DeChambeau war plötzlich wieder dran. McIlroy fing sich, spielte sich auf vier Schläge Vorsprung und sah eigentlich schon aus wie der sichere Sieger.

Dann kam die 13. Ein Wedge, der zu kurz geriet und im Seitenarm des Rae's Creek landete, wieder Doppelbogey, und innerhalb von drei Löchern waren die vier Schläge Vorsprung Geschichte. Währenddessen spielte Justin Rose von sieben Schlägen hinten eine 66 und lochte an der 18 einen Birdie-Putt aus gut sechs Metern. Und McIlroy? Hatte an der 18 einen kurzen Putt zum Sieg und schob ihn vorbei. Bogey, 73er Runde, beide auf 11 unter Par. Stechen.

Das Stechen

Zurück an die 18. Rose putttet aus rund viereinhalb Metern zum Birdie und verfehlt. McIlroy legt seinen Wedge auf etwa einen Meter an die Fahne, der Ball rollt den Hang hinunter genau dorthin, wo er hinsoll, und diesmal fällt der Putt. McIlroy sinkt auf die Knie und weint, halb Augusta gleich mit.

Damit ist er erst der sechste Spieler mit Career Grand Slam, neben Gene Sarazen, Ben Hogan, Gary Player, Jack Nicklaus und Tiger Woods. Er selbst nannte es hinterher einen der härtesten Tage, die er je auf einem Golfplatz hatte. Das glaubt man ihm sofort.

Und dann gleich nochmal

Als hätte das nicht gereicht, hat McIlroy im April 2026 das Masters direkt noch einmal gewonnen, einen Schlag vor Scottie Scheffler. Back-to-back haben das vor ihm nur Jack Nicklaus, Nick Faldo und Tiger Woods geschafft. Und ein frühes Doppelbogey war natürlich wieder dabei. Manche Gewohnheiten legt man eben nicht ab.

Was deine Runde davon lernen kann

Zugegeben, beim Freitagsflight mit den Kollegen geht es nicht um ein grünes Jackett. Aber die Zutaten sind dieselben. Eine Führung ist nichts wert, solange noch Löcher zu spielen sind. Spannend wird es erst, wenn alle wissen, wie es gerade steht. Und für den Fall, dass zwei gleichauf ins Clubhaus kommen, braucht ihr eine Regel, bevor jemand anfängt, über Rückrechnung auf den letzten neun Löchern zu verhandeln.

Ein Live-Leaderboard sorgt genau dafür. Jeder sieht während der Runde, wer gerade vorne liegt, und wer an der 16 merkt, dass ihm zwei Schläge fehlen, spielt die letzten Löcher plötzlich ganz anders. Ein Rae's Creek findet sich auf fast jedem Platz.

Wenn du für eure nächste Runde so ein Leaderboard willst, inklusive Flights, Score-Eingabe auf dem Handy und einer Wertung, über die sich am Ende keiner streiten muss: Genau dafür gibt es Tournament Caddie. Das Jackett müsst ihr euch allerdings selbst besorgen.

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